Inklusives Tanztheater
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multifil identity - Kafkasia


"Die verbitterten Gesichtszüge eines Mannes sind oft nur die festgefrorene Verwirrung eines Knaben."

..."Ich schreibe abends, in der Nacht. Gäbe es nicht diese schrecklichen und grauenvollen Nächte, ich würde überhaupt nicht schreiben. Das Licht lenkt die Aufmerksamkeit ab. Vielleicht lenkt es auch vom dunklen Inneren ab." Kafka schien weniger ein Dichter, sondern ein Richter des inneren Menschen zu sein. „Es gib ein Ziel, aber kein Weg. Was wir Weg nennen, ist Zögern. Mein Leben ist das Zögern vor der Geburt. Vielleicht war meine Jugend zu kurz.“  Die Reinheit, mit der Kafka die Kunst betrachtete, zeigte sich in dem Halbsatz im Tagebuch: „das Schreiben, als eine Form des Gebets." Er verlangte nicht wenig von Leben, eher zu viel, nämlich das Vollkommene - auch in der Liebe, nur das Vollkommene oder gar nichts. Sein ganzes Wesen war Sehnsucht nach Reinheit. Seine Sprache ist glasklar und doch ziehen Träume dahin, Visionen von unermesslicher Tiefe. Man blickt hinein und ist gebannt von Schönheit und Eigenart. Liest man ein paar Sätze von Kafka, so empfindet die Zunge, der Atem, eine nie zuvor erlebte Süßigkeit. Das ist Vollendung - die Vollendung schlechthin, jene Vollkommenheit der reinen Form. Es ist das neue Lächeln, was Kafkas Werk auszeichnet, ein Lächeln in der Nähe der letzten Dinge, ein metaphysisches Lächeln gleichsam. Er sprach auch oft sinnend vom Tod. Einmal sagte er: „Wer das Leben begriffen hat, hat keine Angst vorm Sterben. Todesangst ist nur das Ergebnis eines nicht erfüllten Lebens, sie ist ein Ausdruck der Untreue. Die Wahrheit ist immer ein Abgrund, der Mensch ist nicht zum Sterben verurteilt, sondern zum Leben. Ich kämpfe den aussichtslosesten Kampf, den es gibt: gegen mich selbst...“...
In multifil identity - Kafkasia betreten wir inspiriert von Franz Kafka einen reinen, fast heiligen Ort. Hier ist alles um uns herum glasklar, jedoch surreal. Mann und Wesen kreiert hier gemeinsam die fantastische Ausstellung von Traumbildern, die sich im Wandel vermischen und immer neu entstehen. Alles ist hier neu. Das Unscheinbare dominiert plötzlich und Kraft wirkt schwach. Es ist die mystisch traumhafte Kafkasia. Ein Beispiel unserer Arbeit gibt euch folgend der Trailer von "multifil identity - DOMINO". Schaut euch auch bei den anderen Videos um, was in einer Inklusion tanzbar ist:
In multifil identity kommen verschiedene Gruppen junger Menschen mit und ohne Behinderung zusammen, um mit ihrer eigener Identität, kognitiven Fähigkeiten und Emotionen, auf künstlerische Art und Weise die Symbiose einer großen Gemeinschaft zu bilden. Ob Profi, Breakdancer oder Laie mit Behinderung oder ohne, ob mit oder ohne Migrationshintergrund, wir alle haben eines gemeinsam: Die Neugier unbekanntes Terrain zu betreten, der Wille über den eigenen Schatten zu springen, sowie die spannende Erwartung an die gemeinsamen menschlichen Begegnungen. Im Vordergrund steht die Faszination von den Ausdrucksmöglichkeiten des Tanzes und der Bewegung, als die natürlichste und ursprünglichste Kommunikationsform. Sie bietet sich ausnahmslos allen Menschen an.
Wir sind eine freie Tanztheater-Kompanie, welche auf Spenden und Förderungen angewiesen ist. Dafür brauchen wir eure Hilfe, damit wir dieses Tanztheater, an dem größtenteils Kinder und Jugendliche beteiligt sind, auch weiterhin realisieren können. Gefällt euch unsere Arbeit, dann könnt ihr unter folgendem Spendenkonto multifil identity aktiv unterstützen:

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Bronislav Roznos
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(Achtung! Verwendungszweck ist wichtig für die richtige Zuordnung)